FAQ

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FAQ

1 SoLaWi Basics

1.1 Wer ist die Solawi Düsseldorf?
Wir sind ein bunt gemischter Haufen von jung bis alt und alles dazwischen. Einige haben Kinder, die auch auf dem Acker mitmischen. Unsere Organisationstreffen finden in Düsseldorf in der Halle „Leben findet Stadt“ (Uedesheimer Straße 2) statt, unser Acker ist in Büttgen.

Aktuell vergeben wir 60 Ernteanteile. Viele Mitglieder teilen sich ihren Ernteanteil oder nutzen ihn als Familie oder Wohngemeinschaft, so dass wir insgesamt rund 120 SoLaWistas sind.

1.2 Wie seid ihr organisiert?
Wir sind ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Einmal im Jahr findet die Mitgliederversammlung des Vereins statt. Der Vorstand des Vereins wird für zwei Jahre gewählt.

Den aktuellen Vorstand bilden: Anika Füger (1. Vorsitzende), Dirk Rother (2. Vorsitzender), Esther Schneider (Kassenwartin) und Katharina Michels (Schriftführerin).

Der Verein ist der rechtliche Rahmen, es ist aber explizit gewünscht, dass alle Mitglieder gemeinsam Verantwortung und Aufgaben übernehmen.

Jede*r die/der einen Anteil zeichnen will, wird Mitglied im Verein. Wir sind basisdemokratisch organisiert, d. h. alle Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Dazu treffen wir uns in Vollversammlungen in der Halle „Leben findet Stadt“, Uedesheimer Straße 2, Düsseldorf. In den Vollversammlungen entscheiden wir zum Beispiel darüber, wie Gelder eingesetzt werden und halten uns über die Aktivitäten auf dem Feld und in den verschiedenen ehrenamtlichen Arbeitsgruppen auf dem Laufenden. Kommen wir im Gespräch einmal nicht weiter, wird über das systemische Konsensieren der Vorschlag mit den wenigsten Widerständen gewählt.

Neben der ehrenamtlichen Arbeit finanzieren wir über unsere Beiträge auch bezahlte Stellen. 2017/2018 haben wir unseren Gärtner Niklas mit 25 Stunden pro Woche und drei Minijobber*innen zur Aushilfe angestellt. 2019 soll eine weitere gärtnerische Stelle geschaffen werden.

1.3 Wie kommuniziert ihr untereinander?
Neben einem allgemeinen Mailverteiler für alle SoLaWistas (der nur für sehr relevante Nachrichten an alle gedacht ist), haben wir außerdem ein Forum, in dem wir Ernteeinsätze organisieren und Themen besprechen. Sehr hilfreich ist dort auch unsere allgemeine Terminübersicht! Jedes Mitglied bekommt einen personalisierten Zugang zu unserem Forum.

Für kurzfristige Bekanntmachungen und Absprachen gibt es außerdem einen nicht-öffentlichen Solawi-Telegram-Channel (Terminankündigungen, Aktionsaufrufe vom Ackerteam). Dazu musst Du die App Telegram auf deinem Smartphone installiert haben. Telegram gibt es aber auch für den Desktop – falls Du kein Smartphone hast, es aber nutzen möchtest.

Die Abholgruppen haben zur schnellen Absprache rund um die Ernte auch Telegram- oder WhatsApp-Gruppen und organisieren sich selbst.

1.4 Wo befindet sich der Acker und wie komme ich dorthin?
Wir haben ein rund 8.000 m² großes Stück Land bei Kaarst-Büttgen von Familie Hannen (Bioland Lammertzhof) gepachtet. Die Anfahrt findet ihr hier http://solawi-duesseldorf.de/kontakt.
1.5 Wie kann ich Kontakt aufnehmen und Mitglied werden?
Aktuell vergeben wir für 2019 noch Anteile.

Es wird auch immer mal wieder wegen Umzug o. Ä. auch spontan ein Platz frei. Bei Interesse an einem Anteil, Neuigkeiten und oder einem Wartelistenplatz kannst du uns einfach eine Mail an info@solawi-duesseldorf.de schreiben.

Wenn du uns kennenlernen möchtest, kannst du auch einfach persönlich bei einem unserer Infostände oder öffentlichen Terminen vorbeikommen. Wir sind regelmäßig in Düsseldorf und Umgebung unterwegs. Die anstehenden Termine findest du hier http://solawi-duesseldorf.de/mach-mit auf unserer Homepage oder auf facebook www.facebook.com/soolawi. Wenn du uns auf dem Acker besuchen möchtest, sag am besten vorher kurz Bescheid, dann informieren wir dich über die nächsten Aktionstage und Ernten.

1.6 Kann ich auch mitmachen, wenn ich nicht in Düsseldorf wohne?
Unser Verteilungsgebiet konzentriert sich auf Düsseldorf, Neuss und Kaarst. Unser Acker liegt in Kaarst-Büttgen und es gibt dort ebenfalls einen Verteilpunkt. Wenn du woanders wohnst, sprich dich bitte erst mit uns ab, ob das klappen kann.

Wenn du weiter weg wohnst, wird es für dich der Erfahrung nach nicht möglich sein, regelmäßig auf dem Feld in Büttgen oder bei unseren Treffen in Düsseldorf vorbeizukommen. Auch die wöchentliche Ernte-Abholung im Sommer wird dann schwierig. Schau doch einmal, ob es nicht auch in deiner Nähe eine Solawi gibt. Hier: https://ernte-teilen.org

1.7 Was ist der Unterschied zur Biokiste?
In unsere Kisten kommt das Gemüse, das gerade erntereif ist – und das ändert sich natürlich im Laufe des Jahres. Sowohl die geernteten Sorten als auch die wöchentliche Menge unterliegen saisonalen Schwankungen. Mal reicht es gerade übers Wochenende, mal kommt man mit dem Essen nicht hinterher und muss einkochen, fermentieren und einfrieren, was das Zeug hält.

Ein weiterer Unterschied zur Gemüsekiste ist, dass wir nicht einfach ein fertiges Produkt ausgeliefert bekommen, sondern unser Gemüse von der Aussaat bis zur Ernte selbst hegen und pflegen und es dadurch noch besser schmeckt!

Über den monatlichen Beitrag wird die Landwirtschaft – nicht das einzelne Lebensmittel – finanziert. Wir sichern so über ein Jahr solidarisch, dass die Arbeit für unser Essen bezahlt wird. Die Gemeinschaft trägt alle Kosten und Risiken, die bei Anbau, Pflege und Ernte anfallen. Die Ernte wird unter allen Anteilen aufgeteilt.

Wem das System der solidarischen Landwirtschaft nicht passt, dem raten wir sich die Abokiste des Lammertzhofs anzusehen https://www.lammertzhof.net/einkaufen/gemuese-abo-oekokiste.

1.8 Seid ihr alle vegan?
Unsere Solawi ist kein rein veganes Projekt. Es werden tierische Produkte als Düngemittel verwendet (Hornspäne und Mist). Außerdem gibt es Überlegungen sich auch mit dem Thema Imkern in unserer Solawi zu beschäftigen.
1.9 Wer sind meine Ansprechpartner*innen bei der SoLaWi Düsseldorf?
Wir sind ein eingetragener Verein mit einem vierköpfigen Vorstand. Das Grundkonzept der Solawi besteht jedoch darin, die Arbeit auf alle Mitglieder gleichmäßig zu verteilen. Bei Fragen einfach ins Forum schauen und hier einen Post hinterlassen oder für alle Noch-Nicht-Mitglieder eine Mail an info@solawi-duesseldorf.de senden.

2 Ernteanteil

2.1 Was kostet ein Ernteanteil?
Mit der Solidarischen Landwirtschaft entziehen wir uns ein Stück weit dem (Welt-)Markt und haben eine genossenschaftliche Finanzierungsform gewählt. Wir zahlen pro Ernteanteil einen monatlichen Beitrag, welcher auf der jährlichen Biet-Runde festgelegt wird, sowie eine einmalige Einlage als Sicherheit. Wir bezahlen also nicht für die jeweilige Gemüselieferung, sondern stellen mit diesem Modell sicher, dass die saisonal schwankenden Kosten das ganze Jahr über gedeckt sind und wir unseren Angestellten ein faires Gehalt zahlen können.
2.2 Beiträge für die Saison 2019/20
90 Euro (im Durchschnitt aller Mitglieder) pro Monat. Es kann auch jährlich oder halbjährlich im Voraus gezahlt werden.

Der durchschnittliche Beitrag errechnet sich durch alle Kosten, die voraussichtlich im kommenden Wirtschaftsjahr anfallen werden, geteilt durch die Anzahl der Ernteanteile und Monate.

Einmalige Einlage: 150 Euro (wird bei Austritt aus der Solawi nach dem Ende des Wirtschaftsjahres zurückgezahlt).

2.3 Wann kann ich einsteigen?
2019 startet unsere Saison am 1.1.2019 und endet ausnahmsweise am 31.03.2020. Der Hintergrund: Wir wollen unsere Solawi-Saison an das landwirtschaftliche Erntejahr anpassen, darum wird unsere Saison einmalig verlängert. Ab 2020 wird der Einstieg passend zur landwirtschaftlichen Saison zum 1. April möglich sein.

Falls Du während des laufenden Jahres auf uns aufmerksam wirst: Es gibt die Möglichkeit, sich als Nachrücker*in auf die Warteliste setzen zu lassen, falls im laufenden Jahr ein Platz frei wird.

2.4 Wie lange verpflichte ich mich?
Du verpflichtest dich für jeweils eine Solawi-Saison. 2019/20 vom 1.1.2019 bis zum 31.03.2020.

Wer in der laufenden Saison aussteigen möchte, muss sich eigenständig um eine*n Nachrücker*in kümmern.

Nach einer Saison endet die Mitgliedschaft automatisch. Für die neue Saison musst du in der Biet-Runde ein neues Gebot abgeben.

2.5 Wie funktioniert die Biet-Runde?
Zu Beginn stellt unsere Kassenwartin den Finanzplan für das neue Ackerjahr vor. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre wird geschätzt, wie hoch die Kosten für Jungpflanzen, Dünger, Werkzeuge, Arbeitskräfte etc. sein werden. Die erwarteten Gesamtkosten werden durch die Anzahl der Anteile geteilt. Dieser Betrag durch zwölf geteilt, ergibt den Betrag, den wir durchschnittlich pro Ernteanteil monatlich benötigen, um unsere Kosten für das Jahr zu decken.

Diese Information dient als „Richtschnur“ für das eigene Gebot, denn nur wenn wir diesen Beitrag durchschnittlich über alle Gebote erreichen, ist der Finanzplan für das neue Erntejahr gesichert.

Jedes Mitglied gibt nun anonym ein Gebot im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten für einen Ernteanteil ab.

Die Idee: Wer mehr geben kann, gibt mehr – damit sich auch Menschen mit weniger finanziellen Möglichkeiten die Mitgliedschaft leisten können und weniger als den Durchschnittbeitrag bieten können. Wir sind in unserer Solawi somit auch solidarisch untereinander.

2.6 Kann ich einen halben Anteil beziehen?
Es werden ausschließlich ganze Anteile vergeben. Wenn Du einen Anteil teilen möchtest, organisiere Dir im besten Fall selbst jemanden zum Ernte, Arbeit und Beitrag teilen. Das sollte jemand sein, der am gleichen Abholort abholen möchte. Idealerweise jemand aus Deiner Nachbarschaft oder Deinem Studiengang oder Deiner Arbeit: dann könnt Ihr Euch neben der Ernte auch gleich die Abholwege teilen!

Falls Du niemanden finden kannst, melde Dich bei uns: es stehen immer wieder andere “halbe Anteile“ auf der Warteliste. Vor der Biet-Runde veranstalten wir außerdem eine Kennenlernrunde für halbe Anteile. Dort gibt es die Möglichkeit, in netter Runde noch jemanden zu treffen, mit dem Du Dir den Anteil teilen und dann gleich zusammen bieten kannst.

3 Ernte und Logistik

3.1 Wie und was baut ihr an?
Wir gärtnern nach den Grundsätzen ökologischer Landwirtschaft: das heißt ohne Pestizide und künstliche Düngemittel. Wir pachten Land vom Bioland Lammertzhof, daher gelten für uns auch die Bioland-Bestimmungen.

Auf unserem Acker gibt es seit 2018 auch zwei Folientunnel, in denen wir Tomaten, Paprika, Auberginen und Gurken angepflanzt haben. Im Freiland wächst eigentlich alles, was das Gemüseherz begehrt: Kräuter, Rübstiel, Rettich, Salate (Eichblattsalat, Endiviensalat, Asiasalat, Feldsalat, Lollo Rosso, Rucola, Feldsalat etc.), Zucchini, Kohlrabi, Bohnen, Zuckererbsen, Physalis, Mangold, Spinat, Pastinaken, Möhren, Kartoffeln, Rote Bete, Fenchel, Lauch, Radieschen, Mairüben, Steckrüben, Porree und Knollensellerie, verschiedene Kürbisse, diverse Kohlsorten (Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Rosenkohl, Rotkohl, Spitzkohl, Grünkohl, Palmkohl, Wirsingkohl etc.), Zwiebeln und Knoblauch (und irgendetwas wurde bestimmt vergessen).

Wir versuchen viele Jungpflanzen selbst anzuziehen und bauen auch besondere Sorten an. 2018 haben wir zum Beispiel in Kooperation mit dem Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) den regionalen Knollensellerie „Hochdahler Markt“ angebaut und damit zu seiner Erhaltung und Vermehrung beigetragen.

3.2 Wieviel Gemüse gibt es pro Anteil?
Ob und wie viel geerntet wird ist stark von den saisonalen Gegebenheiten abhängig.

Wir ernten in der Regel ab Mitte Mai bis Dezember wöchentlich. Im Januar/Februar gibt es noch vereinzelt Erntekisten, im März/April ruht die Ernte. In den ersten Maiwochen ist die Ernte noch überschaubar. Ab Hochsommer musst Du Dich dann ernsthaft mit den Methoden des Haltbarmachens beschäftigen, da Du u. U. gar nicht mehr alles verbrauchen kannst. Viele Mitglieder teilen sich daher zu zweit einen Anteil.

Beispielmengen durch das Jahr:

  • KW 4: 2 Handvoll Rosenkohl, 1 Schmelzkohlrabi, 1 kleiner Wirsing, 300g Grünkohl
  • KW 11: nichts.
  • KW 21: 1 Bund Rucola, 1 Salat, 1 Bund Rübstiel, 1 Bund Petersilie, 1 Bund Radieschen
  • KW 31: 1 Stange frischer Knoblauch, 0,5 kg Cocktailtomaten, 0,5 kg Tomaten, 400g Mangold, 0,5g Bohnen, 1 Brokkoli, 1 Rote Bete, 5 Zucchini, 5 Gurken, 1 Bund Basilikum, 1 Bund Petersilie
  • KW 41: 1 Knollensellerie, 500g Möhren, 300g Asiasalat, 300g Rübstiel, 1 Endivie, 1 Herbstrübe, 1 Fenchel, 1 Rote Bete, 200g Tomaten, Schnittlauch, Petersilie
  • KW 51: Grünkohl, Lauch, Feldsalat, gelagerter Hokkaido | Zukauf: 500g Kartoffeln
3.3 Wie laufen die Ernte und die Verteilung ab?
In der Hauptsaison wird einmal in der Woche auf unserem Feld geerntet, und zwar das, was gerade erntereif ist. Wir organisieren die Ernte unter Anleitung vom Ackerteam selbst und wechseln uns ab. Jeder Ernteanteil sollte mindestens sechs Mal pro Jahr bei der Ernte helfen. Geerntet wird in den Sommermonaten meist donnerstags oder freitags am frühen Abend (ab 18 Uhr), so dass Du problemlos nach Feierabend mitmachen kannst. Und wenn es wieder etwas kühler und früher dunkel wird, ernten wir auch samstags. Das Gemüse wird vom jeweiligen Ernteteam zu den Verteilpunkten transportiert. Dort entscheiden die jeweiligen Verteilergruppen, ob das Gemüse auf alle Kisten aufgeteilt wird oder jede*r sich seinen Anteil selbst abwiegt.

Das Gemüse kommt somit unverpackt vom Acker bis auf Deinen Tisch – ein wichtiges Argument für alle, die unnötigen Verpackungsmüll vermeiden wollen.

Sucht Euch bitte einen Verteilpunkt heraus, der am besten zu Euch passt und gut in Euren Alltag integriert werden kann. Nichts gefunden? Dann kannst Du vielleicht selbst einen Verteilpunkt eröffnen.

3.4 Wo sind die Verteilpunkte?
2018 gab es drei Verteilpunkte, an denen die Ernteanteile abgeholt werden konnten: direkt am Acker in Büttgen, in der Halle „Leben findet Stadt“ in der Uedesheimer Straße 2 in Düsseldorf und für den Düsseldorfer Norden gab es einen privaten Verteiler.

Für 2019 gibt es derzeit nur den Verteilpunkt in der Halle „Leben findet Stadt“ und einen privaten Punkt in unmittelbarer Nähe zum Acker in Büttgen. Aktuell ist ein neuer Verteilpunkt in Oberbilk in Planung. Gerne können selbstorganisiert weitere Verteilpunkte entstehen.

3.5 Wie kann ich einen neuen Verteilpunkt gründen und was muss ich beachten?
Ein privater Verteilpunkt sollte im Idealfall mindestens 5 und höchstens 12 Anteile organisieren – ansonsten lohnt sich der Aufwand nicht oder es wird zu chaotisch.

Diese für die Lagerung von Gemüse geeigneten und in der Regel einfach zugänglichen Räumlichkeiten werden von Mitgliedern zur Verfügung gestellt und so organisiert, dass jedes Mitglied in der Nähe vom Wohnort oder Arbeitsplatz das Gemüse nach Lieferung abholen kann. Der Verteilpunkt sollte überdacht, nicht zu feucht und zu warm sein. Geeignet sind Keller, Garagen u. ä.

Wir können uns auch gerne die Örtlichkeiten ansehen, gemeinsam überlegen, ob und wie dieser am besten nutzbar ist und welche Mitglieder dafür in Frage kommen. So bist du mit der Organisation nicht alleine.

3.6 Was, wenn zu viel oder zu wenig Gemüse am Verteilpunkt ist?
Das Gemüse muss nicht entsorgt werden! Du kannst gerne mit anderen Mitgliedern in Kontakt treten (z. B. über die Mailingliste des Verteilpunkts), gemeinsam einkochen bzw. untereinander aufteilen. Es gibt auch die Möglichkeit über Tauschkisten, aus denen sich jeder bedienen kann, Gemüse untereinander zu tauschen.

Es kann auch sein, dass vor allem bei geringen Mengen jeder ein bisschen zu viel nimmt – und schon ist für die letzten nichts mehr da. Wenn es aber definitiv daran liegt, dass ihr zu wenig Gemüse geliefert bekommt, meldet euch einfach über das Forum.

3.7 Wird Gemüse von anderen Höfen dazu gekauft?
Im ersten Jahr haben wir Kartoffeln, Möhren und vereinzelt Gemüse vom Bioland Lammertzhof, das wir selbst nicht angebaut haben, zugekauft.

In 2018 haben wir uns selbst im Anbau von Kartoffeln und Möhren versucht und uns erst einmal gegen einen Zukauf entschieden.

Die Vollversammlung entscheidet darüber, ob Gemüse zugekauft wird oder nicht. Generell besteht weiter die Möglichkeit relativ einfach beim Lammertzhof zuzukaufen.

3.8 Was mache ich, wenn ich in den Urlaub fahre?
Wenn du deinen Anteil teilst, dann kann dein*e Anteilspartner*in deinen Anteil übernehmen. Oder du fragst Freund*innen, andere Solawista aus deiner Abholgruppe oder Nachbar*innen, ob sie in der Zeit deinen Anteil übernehmen wollen.

Im Notfall, falls du gar niemanden findest, meldest du dich in unserem Forum von der Ernte ab. Entweder wird dein Anteil, wenn möglich nicht mitgeerntet, oder probeweise an jemanden auf der Warteliste vergeben.

4 Mitarbeit und Unterstützung

4.1 Wie viel soll ich mitarbeiten?
Wir sind keine Gemüsekiste (hier empfehlen wir das Abo vom Bioland Lammertzhof): das heißt wir sind auf dem Acker auf die Unterstützung der Solawista angewiesen. Die gemeinsame Ernte ist zentrales gemeinschaftsbildendes Element unserer Solawi. Zur Orientierung: über ein Jahr gesehen soll sich jeder Anteil etwa 6 mal bei der Ernte einbringen (halbe Anteile 3-mal).

Mehr geht natürlich immer! Neben den Erntetagen gibt es bei Bedarf samstags Aktionstage (zum Pflanzen, Jäten und für Bauaktionen), bei denen viele helfende Hände gebraucht werden.

Die wichtigste Regel für die Mitarbeit auf dem Feld lautet: Alle beachten die Anweisungen des Ackerteams.

4.2 Was muss ich bei der Mitarbeit auf dem Acker beachten?
Im Sinne der Arbeitssicherheit ist festes Schuhwerk vorgeschrieben – Handschuhe sind durchaus sinnvoll. Im Sommer kann es sehr heiß, im Herbst sehr nass und im Winter sehr kalt auf dem Acker sein. Passende Kleidung ist also sinnvoll.

Die Tage auf dem Acker können lang und anstrengend sein (dafür auch sehr erfüllend). Also auf jeden Fall immer etwas zu Trinken und auch etwas zu Essen mitbringen. Oft essen wir gemeinsam oder grillen nach der Arbeit auf dem Acker.

Auf lange Sicht lohnt es sich, in ein eigenes scharfes Ernte-Messer zu investieren. Es gibt aber auch Werkzeug am Acker.

4.3 Wie sieht es mit Parkplätzen am Acker aus?
Wenn ihr mit dem Auto fahren wollt: bildet auf jeden Fall Fahrgemeinschaften. Die Parkplätze am Acker sind begrenzt und wir wollen unnötige Fahrten und leere Autos vermeiden! Über das Forum könnt ihr Plätze anbieten oder nach Mitfahrgelegenheiten fragen.
4.4 Welche weiteren Möglichkeiten gibt es, sich zu engagieren?
Neben der Arbeit auf dem Feld erledigen wir die anfallenden Aufgaben in Arbeitsgruppen. Diese gründen und treffen sich nach Bedarf. 2018 gab es folgende AGs: AG Öffentlichkeitsarbeit, AG Feiern, AG Bildung, AG Acker, AG Logistik, AG Haltbarmachen, AG Finanzen und AG Recht.
4.5 Ich möchte die Solawi Düsseldorf mit einer Spende unterstützen!
Das freut uns! Wir sind ein gemeinnütziger Verein und freuen uns über Spenden, die Du auch absetzen kannst. Ab einer Spende von 200,- EUR stellen wir eine Spendenbescheinigung aus – für Beträge unter 200,- EUR reicht dem Finanzamt eine Buchungsbestätigung.

Spenden bitte auf folgendes Konto:
Solawi Düsseldorf e.V.
IBAN DE76 4306 0967 4129 5853 00